Review: First European Summit on Measurement
Von: KK / 17.06.09
„The Changing Face of Media and its Impact on Communications Measurement“ – so der Titel des "First European Summit on Measurement", der vergangenen Freitag in Berlin zu Ende gegangen ist. In drei Tagen wurde sehr fokussiert und kontrovers zugleich die Zukunft von Kommunikations-Controlling und PR Measurement von Experten und Fachpublikum diskutiert.
Gemeinsam organisiert von AMEC (Association for Measurement and Evaluation of Communication) und dem IPR (Institute for Public Relations) mit Unterstützung der DPRG (Deutsche Public Relations Gesellschaft) konnten auf internationaler Ebene die Herausforderungen, die Medienwandel und wirtschaftliche Verwerfungen an die Kommunikation und insbesondere Evaluation derselbigen stellen, angegangen werden.
Neben Einblicken in die Kommunikations-Controlling Praxis von Unternehmen und Organisationen wie der Hoerbiger Holding, Royal Dutch Shell, Severstal, O2, Navigon oder UK’s Central Office of Information haben zahlreiche Dienstleister ihre Ansätze, insbesondere in Bezug auf Social Media Measurement, zur Diskussion gestellt. Marshall Manson, verantwortlich für Digital Strategy bei Edelman, sprach sogar von einem neuen Paradigma der Evaluations-Praxis. David B. Rockland, Managing Director Ketchum Global Research Network, hat den Nutzen bzw. Nicht-Nutzen von Werbeäquivalenzwerten beleuchtet und die Frage aufgeworfen, ob diese Social Media-kompatibel seien. Frank Ovaitt zog seine persönlichen “Measurement Learnings” aus fünf Jahren IPR-Vorsitz. Dr. Christopher Storck, Managing Director HeringSchuppener und zugleich Vorsitzender des DPRG-Arbeitskreises “Wertschöpfung durch Kommunikation” gab neben anderen Experten einen Ausblick in die Zukunft des Kommunikations-Controlling.
Die wissenschaftliche Perspektive wurde vertreten von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Universität Leipzig & DPRG-Arbeitskreis "Wertschöpfung durch Kommunikation", Prof. Donald K. Wright, Boston University und Dr. Tom Watson, Bournemouth University. Zerfaß und Mitstreiter haben die Ergebnisse der anlässlich des Summits durchgeführten Studie "Global Survey on Communications Measurement 2009" vorgestellt, die Praxis und Entwicklungstrends der Wertschöpfung durch Kommunikation im internationalen Vergleich untersucht hat. Eine ausführliche Ergebnisdarstellung folgt demnächst an dieser Stelle.
Zugleich konnte von Zerfaß der kürzlich verabschiedete "DPRG/ICV-Bezugsrahmen für Kommunikations-Controlling" der Fach-Öffentlichkeit präsentiert werden, der einen standardisierten Bezugsrahmen als Leitlinie zweier Berufsverbände geschaffen hat. Er verdeutlicht den Einfluss von Kommunikationsprozessen auf die Wertschöpfung von Unternehmen anhand von Wirkungsstufen, konkreten Messbereichen und Messgrößen und entspricht der auch in Berlin laut gewordenen Forderung der Measurement Community nach der Festlegung von einheitlichen Kenngrößen.
Unsere Autorin Kristin Köhler war in Berlin vor Ort. Lesen Sie hier ihren ausführlichen Bericht über die Konferenz-Highlights (in Englisch).
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