Communication Performance Management

1. Definition
Communication Performance Management (CPM) ist ein EDV-gestütztes integriertes Management- und Controllingsystem. CPM bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Kommunikation ab: Planung, Umsetzung, Evaluation und Analyse. Integriert werden alle hierarchischen Ebenen und Akteure, die in gemeinsamen Prozessen arbeiten. Durch das Zusammenführen verschiedener Daten aus den Ebenen kann die Leistungsfähigkeit von Kommunikationseinheiten gesteigert werden.

CPM fußt auf dem Prinzip des Business Performance Management (BPM): Informationen und Prozesse werden in einem einzigen Datenmodell zusammengeführt, das sich konsistent anwenden lässt. Ziel ist, Berichte, Kennzahlen und Analysen, die bislang in isolierten Systemen versteckt waren, möglichst in Echtzeit für  das Tagesgeschäft zur Verfügung zu stellen.

2. Anwendungsbereiche
Die Verzahnung von Zielen, Leistung und Wirkung ermöglicht:

  • die strategische Ausrichtung aller Maßnahmen
  • eine effiziente, zielbezogene Wirkungskontrolle
  • die Identifikation von Ursache-Wirkungsketten
  • eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit bei Änderungen im Unternehmensumfeld.

Communication Performance Management bietet Instrumente und Tools für die wesentlichen Handlungsfelder der Unternehmenskommunikation:

  • Kommunikations-Controlling
  • Reputationsmanagement
  • Planung & Reporting
  • Themenmanagement
  • Integrierte Kommunikation
  • Prozessmanagement
  • Projektmanagement

3. Umsetzung
Im Communication Performance Management sind die beteiligten Akteure rollen- und rechtespezifisch miteinander vernetzt, Daten werden im laufenden Arbeitsprozess erfasst und bereitgestellt. Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge können nach Zielen, Zielgruppen, Maßnahmen und Themen ausgewertet werden. Der Transfer zwischen qualitativer und "kreativer" Kommunikationswelt und dem quantitativen, objektivierbaren Controlling wird über Kennzahlenkataloge geschaffen. Diese stellen automatisch disziplinen- und hierarchiespezifische Kennzahlengruppen bereit, die die Verantwortungsbereiche der jeweiligen Kommunikationsmanager abdecken. Gleichzeitig sind die Kennzahlen über die Hierarchie-Ebenen aggregierbar und ermöglichen so eine ganzheitliche effiziente Gesamtsteuerung.

Vorgehensweise:

  • Ausarbeitung der Werttreiber und Kennzahlen für die beteiligten Einheiten (strategisch bis operativ)
  • Managemententscheidung über Spitzenkennzahlenkonstrukt
  • Darstellung der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge über Werttreiberbaum
  • Zuordnung und Synchronisierung der vorhandenen Messinstrumente
  • Konkretisierung der Jahresziele und Start des Zielvereinbarungsprozesses
  • Strategische Ausrichtung der Maßnahmen
  • Permanentes Reporting gegen Ist-Vorgaben
  • Ausarbeitung funktionsspezifischer Berichtsformate (strategisch bis operativ)
  • Daten-Analyse zur Quantifizierung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen

CPM eignet sich sowohl zur Steuerung der Gesamtkommunikation als auch einzelner Fachabteilungen. Ausprägungen und Funktionen richten sich nach der Aufgabenteilung in der Aufbauorganisation. Es lässt sich operativ (Effizienzsteigerung Maßnahmen), taktisch (ermitteln des richtigen Kommunikationsmix und Benchmark Maßnahmen) sowie strategisch (Ausrichtung Unternehmenskommunikation auf Spitzenkennzahl, z.B. Reputation) einsetzen.

4. Kennziffern
CPM kann sämtliche KPIs, Kennzahlen und Indikatoren integrieren und in einen schlüssigen Gesamtzusammenhang bringen. Basis ist das Wirkungsstufenmodell. Voraussetzung ist ein Kennzahlenraster nach dem Ursache-Wirkungsprinzip, so dass die einzelnen Kategorien miteinander verglichen und ausgewertet werden können.

5. Anbieter
IPM United GmbH, Beratung und Softwarelösung ipm-360, auf deren Basis Communication Performance Management im Unternehmen implementiert werden kann.

6. weiterführende Links
Zentrum für Communication Performance Management der Universität Hohenheim.

7. Weiterführende Literatur
Brettschneider, Frank & Ostermann, Bernd (2006): Vom Kommunikations-Controlling zum Communication Performance Management, in: Media Tenor Forschungsbericht Nr. 155 – 3. Quartal 2006 [PDF]

Brettschneider, Frank, Ostermann, Bernd & Seidel, Uwe (2007): Erfolgsfaktoren für Kommunikations-Controlling. Wie Kommunikationsmanager und Controller mit Intangible Performance Management gemeinsam Neuland erschließen können. In: Controller Magazin, Gauting, 11/2007 [PDF, mit Fallbeispielen]

Lindberg, Jörg & Ostermann, Bernd (2009): "Vorsprung durch Technik". Audi realisiert das erste 360-Grad-Performance-Management für die Unternehmenskommunikation. In: kommunikationsmanager, Juni 2009, S. 50-55. [PDF]

8. Fallbeispiele

Bitte senden sie uns zu diesem Thema Kurztexte ihrer Projekte in gleicher Struktur wie die vorhandenen Fallstudien sowie weitere Informationen (pdf oder links) zur eingesetzten Methodik in möglichst ausführlicher Darstellung.
Kontakt: redaktioncommunicationcontrolling.de


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